Hîp HôP
04.05.2005, 21:48 Uhr
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Homie
Kurzform von „Homeboy“. „Homies“ kommen meistens aus dem
gleichen Viertel und „kicken“ die gleichen „Styles“. Kann
als Freundschafts-Bezeichnung benutzt werden - aber auch
fremde oder verfeindete Gangster können „Homies“ sein.
„Homies“ grüßen sich übrigens mit „Yo“. Dieses Wort dient
auch als Abschiedsformel oder als Lückenfüller beim
„freestylen“ oder beim normalen sprechen.
Eine weitere geläufige Anrede ist „Alder“.
MC (sprich: Emm-ßi)
Abkürzung für „Master of Ceremony“.
Inzwischen darf sich jeder so nennen, der ein Mikrofon
(„Mic“) halten und einen stotterfreien Reim aufsagen kann.
fronten
Wer Ärger mit anderen „Homies“ hat, der kann diese
„fronten“. Dies ist sozusagen eine Art der Herausforderung
zum „Freestyle Battle“.
„Deine Mudder“
Die beste Einleitung zum „fronten“. Der Ausspruch „Deine
Mudder“ gilt als universelle Beleidigung und kann als
Antwort auf alle dummen Fragen benutzt werden.
Beispiel: „Es gibt keinen, der so schlechte Lyrics kickt
wie du!“ - „Deine Mudder!“ (oder: „Und was ist mit deiner
Mudder?“)
Geheimtipp: „Deine Mudder kann nicht Basketball spielen!“
Darauf reagiert jeder MC. ahahahahahahahahahahahahaha
dissen
Jede Beleidigung ist ein „Diss“. Das hat nichts mit der
„Disse“ zu tun, in der man am Wochenende „abzappeln“ geht -
sowas macht ein Gangster nicht.
„Dissen“ ist die Parade-Disziplin eines jeden guten MC.
Gedisst wird in einfacher Reimform (meistens Paarreime)und möglichst obszön. Oft werden verschieden Familienmitglieder
in den Diss mit einbezogen, am besten natürlich die
„Mudder“.
kicken
Nein, Fußball ist nichts für die deutsche Hip-Hop-Jugend.
Man kann aber auch sonst vieles „kicken“. Vor allem
„Styles“ und „Lyrics“.
Während mit ersterem der gesamte Rap-Vortrag inklusive der
vielsagenden Gesten gemeint ist, bezieht sich das „Lyrics
kicken“ lediglich auf den Text.
Übrigens: „Lyrics“ werden auf „Battles“ ausschließlich in
deutscher Sprache „gekickt“ - um die tiefe Verbundenheit
mit dem Vaterland zu demonstrieren und sich von der
kommerzialisierten Gangsterszene der USA abzugrenzen. ich
kann nich mehr ....
phat ( „fett“ )
Alles, was „phat“ ist, ist gut. Ganz besonders „Beatz“
müssen „phat“ sein. Aber auch eine „phätte Biatch“ ist
etwas Gutes, ob man es glaubt, oder nicht… yo ...
Beatz
Wenn der MC seine „Lyrics kicken“ will, muss der DJ
natürlich ein paar „phatte Beatz“ auflegen - eine sich
ständig wiederholende Bass-Linie wird mit einigen Samples
unterstützt und schon ist der Sound und damit der
Gesamt-Style „tight“.
Battle
Die Königsdisziplin. Hat ein „MC“ einen anderen
„gefrontet“, treffen sich beide bei einer „Battle“. Dort
„freestylen“ beide abwechselnd und „dissen“ sich so derbe,
wie es nur irgendwie geht.
Ein Moderator startet das Ganze, indem er ein Stichwort
(etwa: „Deine Mudder“ gutes stichwort!) vorgibt, dass dem
ersten „MC“ als Einstieg helfen soll. Über die „phatten
Beatz“ des DJs „kickt“ dieser nun seine ersten „Lyrics“,
bis er von seinem Gegner abgelöst wird.
Dies geht nun über einige Minuten und danach hat die
„Crowd“ (das Publikum) die Macht, einen der beiden zu
„droppen“. Dieser ist dann „weak“, der andere eher „wack“
oder „dope“.
droppen
Der Verlierer einer „Freestyle Battle“ wird „gedroppt“. Er
muss die Bühne verlassen und mit der Schmach der Niederlage
leben, bis er sich bei einer anderen „Battle“ doch als
„wack“ beweist.
weak und wack (sprich: „wiek“ und „wäck“ )
„weake MCs“ sind frei übersetzt „schwach“. Das Gegenteil
sind „wacke MCs“. Alles andere kann aber auch „weak“ oder
„wack“ sein: eine Party, ein Auto, ein leckeres Eis im
Freibad…
Dope
Allgemeine Bezeichnung für Drogen, die in der Gangsterszene
natürlich weit verbreitet sind.
Davon abgesehen ist auch ein „wacker MC“ gleichzeitig oft
„dope“ - was sich dadurch zeigt, dass er oft „abtillt“.
cruisen (sprich: kruhsen)
Ziellos durch die Gegend fahren und „Bitches abchecken“oder wahlweise „Homies fronten“. Ein auf die Dauer recht
teures Hobby - aber man kann auch ohne Auto „cruisen“. also
jungs, auf gehts!
Man kann etwa nach der Arbeit zur Straßenbahn-Haltestelle
„cruisen“ - so lange man es „jiggy“ macht und danach erst
Mal zu Hause „chillt“…
Bitch, Mrz.: Bitches, auch: Biatch, Mrz.: Biatche
(sprich: „Bitsch“, bzw. „Biatsch“)
Jede Frau ist immer eine Bitch, manch eine ist sogar eine
richtige Biatch. Im wortwörtlichen Sinne zwar eher
beleidigend, aber eigentlich dank der ständigen Benutzung
eher harmlos.
jiggy (sprich: dschiggi)
Neuere Bezeichnung für „lässig“. Wer etwas besonders
„jiggy“ machen will, sollte dabei „jiggy“ aus den
Kniegelenken gehen und „jiggy“ die Arme schlenkern lassen.
das sieht dann bestimmt auch extrem "jiggy" aus ...
chillen (sprich: tschillen)
„jiggy“ rumghängen und nichts tun. Bei vielen Gangstern nur
in Verbindung mit „Dope“ möglich, prinzipiell aber auch ohne
möglich - und nicht zu verwechseln mit…
tillen
Eigentlich fast das genaue Gegenteil. Eine „wacke Party“
zeichnet sich dadurch aus, dass man auf ihr total
„abtillen“ kann - ausrasten
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